social bookmarks
facebook

Gemeindebrief Juli - August


Erwählt und doch untreu


Liebe Freunde und Geschwister,

In unserer gemeinsamen Bibellese laßen wir es gerade vom König Saul. Faszinierend wird Saul
dargestellt. Unbekannt, schüchtern, ohne Kleingeld und Proviant auf Eselssuche, aus dem Nichts
heraus wird er zum König erwählt. Das ist ein Markenzeichen unseres Gottes, denn „Gott hat sich
die Geringen und Verachteten erwählt“ (1. Kor.1,28) um mit solchen Menschen seinen Plan zu
verwirklichen. Eine großartige Zukunft lag dem ‚Bachelor' zu Füßen. Er hatte eine
Herzensbegegnung mit Gott, wurde vom Heiligen Geist erfüllt. Gott wollte durch ihn Geschichte
schreiben. Doch dann wird der junge Leiter ungeduldig und die Angst packt ihn. Torschlusspanik
macht sich breit. Die Soldaten verlassen ihn und der Prophet Samuel verspätet sich.
Den uns wohl bekannten Gedanken: „Was ist, wenn…“ beherrschte seine Gedanken, das wurde
ihm zum Verhängnis. Dabei hatte Saul seine größten Erfolge, wenn er, trotz der Umstände, Gott
gehorchte. Seine größten Fehlschläge waren die Konsequenzen seiner eigenmächtigen
Entscheidungen. Das kostet ihn seine Bestimmung und letztendlich sein Leben.

Es gibt einen Spruch: „Hinfallen - aufstehen - Krone richten - weitergehen“. Das hört sich so
einfach an, nach zusammenreisen und Selbstdisziplin. Saul ist nie aufgestanden, hat nie seine
Krone gerichtet, nie Busse über seine eigenen Entscheidungen gegen den Willen Gottes getan.
Deswegen konnte er in seiner Erwählung nicht weitergehen. Stark hatte er angefangen,
schwach hat sein Leben geendet.

Auch der nächste König ist trotz Erwählung hingefallen, Gott untreu geworden. Aber David
hatte nach dem Hinfallen Gott gebeten ihm aufzuhelfen. In seinem Gebet im Psalm 51 drückt
er es so aus: „Schaffe DU, Gott, in mir ein reines Herz“. Eine neue Denke. Der große
Unterschied: David gestand sein falsches Handeln ein.

Ich höre Gott leise zu mir und dir sagen: „Und doch bleib ich treu, auch wenn du mir untreu
bist“ (2. Timotheus 2,13), „Ich habe dich erwählt, aber den Segen und die königliche Würde
wirst du nur dann erleben, wenn du die Wege meines Wortes gehst. Lass dich nicht von der
Meinung anderer Menschen, in Ungeduld und Angst treiben. Wo ist dein Vertrauen in mich,
welches du so gern im Lobpreis ausdrückst?“

Ich wünsche jedem von uns einen „entschleunigten Sommer“, wo wir uns Zeit für eine
„Erwählungs-Inspektion“ in der Gegenwart Gottes nehmen.

Einen gesegneten Sommer wünscht Euch
Martin
2019  Volksmission "Lebensquelle" Horb