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Gemeindebrief Dezember 2019

Gesegnete Adventszeit


Liebe Freunde und Geschwister,

neulich las ich auf einer Statusmeldung: „Je älter wir werden, desto kleiner wird unsere
Wunschliste. Die Dinge, die wir wirklich wollen, kann man nicht kaufen“.
Nein es war nicht Simeon aus der Bibel der diesen Post ins Netz gestellt hatte. Aber es hätte von
ihm sein können.

Wir lesen, dass Simeon ein gerechter und gottesfürchtiger Mann war. Ich kann mir gut vorstellen,
dass er täglich in den Tempel ging und an den Gottesdiensten teilnahm und wie er in jedem
Gottesdienst Psalm 84, 11 betete: „HERR, ein Tag in den Vorhöfen deines Tempels ist mehr
wert als tausend andere Tage“. Er suchte Gottes Gegenwart und Gott versprach ihm, dass er
den Erlöser der Welt sehen würde. Die Bibel lässt es offen, wie lange Simeon auf diesen Moment
wartete, bis er vom Heiligen Geist in den Tempel geleitet wurde, um dem Baby Jesus zu begegnen.
Das war DIE Erwartung seines Lebens, auf die er lange warten musste: Jesus zu sehn.

Zu Beginn der Pfingstbewegung gab es Warteversammlungen. Diese Tradition habe ich noch als
Kind erlebt. In den Gebetstunden nahm man sich viel Zeit, um auf den Heiligen Geist zu hören und
zu erwarten, dass er spricht, Richtung gibt und Menschen heilt.
Aus heutiger Sicht, scheint es eher eine verschwendete Zeit zu sein. Doch das Warten auf Gott,
sich im Gebet Zeit nehmen für eine Begegnung mit Jesus, ist nie Verschwendung. Denn Erwartung
und Warten sind wie Zwillinge, die Hand in Hand gehen. Das Warten Simeons hatte sich gelohnt, er
durfte Jesus sehen!

Für uns als Gemeinde geht das Jahr, mit dem Schwerpunkt Gebet, zu Ende. Doch ich werde das
Gefühl nicht los, dass ich und wir als Gemeinde, eigentlich erst am Anfang unserer Gebetsübungen
stehen, was das Warten vor Gott betrifft. Wir wollen nicht nur unseren Dank und unsere Fürbitte vor
ihn bringen, sondern einfach wie Simeon warten und geduldig sein.

Einer der letzten Propheten des Alten Testamentes, Micha, hatte eine ähnliche Einstellung und
drückt es so aus: „Ich warte auf Gott, er wird mich erhören“ Micha 7, 7.

Wenn dieses Jahr deine Erwartung auf eine Begegnung mit Jesus noch nicht erfüllt wurde, dann
lass dich ermuntern, weiter auf Jesu Antwort zu warten. Denn wir haben jetzt erstmal Advent, was
so viel Bedeutet wie: Erwartung der Ankunft des HERRN.

Eine gesegnete Adventszeit!
Euer Martin
2019  Volksmission "Lebensquelle" Horb